Jahresrückblick 2019

Rückblick auf das Arbeitsjahr der Altersbeauftragten und des Seniorenrates Dezember 2018 – November 2019

1. Altersleitbild und erste Umsetzungsschritte
Das Altersleitbild 2019 wurde im April von den Gemeinderäten aller drei Gemeinden genehmigt. Der vom Projektteam vorgeschlagene Massnahmenplan wurde als begleitendes Arbeitsinstrument zur Kenntnis genommen.
Das Altersleitbild wurde in einer Auflage von 200 Ex. gedruckt, sowie als elektronische Version auf den Gemeindewebseiten aufgeschaltet.
Am 06.06.2019 wurde das aktualisierte Altersleitbild der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im September 2019 hat die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern die zugesagte finanzielle Unterstützung von 17‘510.— Fr. an die Sitzgemeinde Rapperswil vergütet.
Das Altersleitbild enthält 6 Themenfelder mit Zielsetzungen und entsprechenden Vorschlägen zur Umsetzung.
Mit der Erarbeitung des Altersleitbildes ist ein erstes Ziel aus dem Themenfeld 1: Breite Auseinandersetzung mit dem Thema Alter(n) erreicht.

Schwerpunktthema 2019 war das Themenfeld 6:
2. Information und Koordination

2.1 Wegweiser zum gut älter werden
Zusammen mit dem neuen Altersleitbild konnten wir im Juni 2019 den „Wegweiser zum gut älter werden“ als Druckversion und E-Version der Bevölkerung und den im Altersbereich tätigen Institutionen zur Verfügung stellen. Der Wegweiser enthält hilfreiche Adressen aus verschiedenen Bereichen mit Unterstützungsangeboten für ältere Menschen und Möglichkeiten sich zu engagieren. Elektronisch wird der Wegweiser zweimal jährlich aktualisiert. Die gedruckte Ausgabe wird alle zwei Jahre neu aufgelegt.
 
2.2 Neue Webseite: www.senioreninfo-grs.ch
Seit Oktober 2019 ist die neue Webseite des Seniorenrates aktiv und mit den Gemeindewebseiten unter dem Stichwort „Senioren“ verlinkt.
Die Seniorenratsmitglieder Christian Boner und Fritz Küffer haben die Webseite in vielen Stunden kompetenter Arbeit und mit viel Herzblut als übersichtliches Informationsinstrument gestaltet. Sie werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Webseite auf dem neusten Stand bleibt, was auch eine Entlastung der Gemeindeverwaltungen bedeutet.
 
2.3. Handykurse
Am 28.08.20129 konnten wir einen Handykurs für Seniorinnen und Senioren zusammen mit der Oberstufe Schüpfen im Seniorenzentrum Schüpfen durchführen.
Ein zweiter solchen Kurs fand zusammen mit der Oberstufe Rapperswil am 15.11.2019 statt. Die jungen Expert*innen haben insgesamt 40 Pensionierte in Fragen rund um die Handynutzung kompetent angeleitet. – ein gelungenes Generationenprojekt.
 
3. Weitere Veranstaltungen
Im März war die Altersbeauftragte bei der Kirchgemeinde Rapperswil eingeladen um über das Altersleitbild zu informieren.
Am 17.08. waren wir mit einem Informationsstand an der 30-Jahre Jubiläumsfeier im Seniorenzentrum Schüpfen präsent.
Am 31.08. und 01.09. half der Seniorenrat an der Gewerbeausstellung in Grossaffoltern mit, einen Informationsstand, insbesondere zur Freiwilligenarbeit, mit einem elektronischen Talentfinder, zu betreuen.
Mit dem Gesundheitsförderungsprogramm „Zwäg ins Alter“ von Pro Senectute führten wir eine 3-teilige Veranstaltungsreihe zur psychischen Gesundheit im Alter durch. (28.08. in Schüpfen, 18.09. in Rapperswil, 23.10. in Grossaffoltern). Leider waren diese sehr professionell gestalteten Veranstaltungen schlecht besucht.
 
4. Vernetzung
Die Vernetzung mit in der Altersarbeit tätigen Organisationen und Institutionen und deren Vertreter*innen ist eine wichtige Aufgabe der Altersbeauftragten. Austausche fanden statt u.a. mit: Gemeindebehörden, Gemeindeverwaltungen, Seniorenzentrum Schüpfen, Frienisberg üses Dorf, Spitex Seeland, Medizentrum, Pro Senectute, Kirchgemeindevertreter*innen, Rotkreuzfahrdienst, Arbeitsgruppe Altersbeauftragte, Pro Senior, Besuchsdienst Grossaffoltern, Benevol commun, Alzheimervereinigung, Gerontologie.ch, Netzwerk Begegnung und Bewegung.
Im Rahmen der Überarbeitung des Wegweisers wurden alle im Adressverzeichnis aufgeführten Institutionen / Organisationen und Anbieter über das aktualisierte Altersleitbild informiert.
 
5. Individuelle Beratungen
Verschiedene individuelle Anfragen an die Altersbeauftragte konnten telefonisch besprochen und die Betroffenen oder ihre Angehörigen konnten an entsprechende Institutionen weitervermittelt werden. Eine Beratung fand bei einer Person zu Hause statt.
 
6. Seniorenrat
Dank dem Seniorenrat, der sich an 6 Sitzungen mit der Altersbeauftragten getroffen hat, konnten alle aufgeführten Projekte diskutiert, geplant und durchgeführt werden.
Drei Seniorenratsmitglieder und die Altersbeauftragte haben im Mai an der jährlichen Erfa -Tagung von Pro Senior teilgenommen. (Thema: Deheime läbe – wie??)
 
7. Personelles
Fritz Küffer gibt nach mehr als sieben Jahren sein Amt als Seniorenrat von Rapperswil an Hans-Peter Strahm weiter.
Urs Argenton stellt sein Amt als Seniorenrat nach vier Jahren ebenfalls zur Verfügung. Als Nachfolger in Schüpfen wurde Peter Wanzenried gewählt.
 
8. Ausblick auf das Jahr 2020
Unser Schwerpunktthema 2020 ist „Wohnen und Mobilität“.
Dazu sind zwei Veranstaltungen, eine im Frühjahr und eine im Herbst, geplant.
Das Thema Mobilität im Alter wird ein Thema sein, das uns und die Gemeinden über
einen längeren Zeitraum beschäftigen wird.
Ende August 2019 hat ein runder Tisch zum Thema Mobilität im Alter stattgefunden
mit den zuständigen Gemeinderäten und wichtigen Akteuren, die für die Mobilität im
Alter engagiert sind. Drei Ideen wurden identifiziert, die weiterverfolgt werden
sollen: Stärkung des Rotkreuzfahrdienstes (ev. mit Ergänzungen), Stärkung des
zivilgesellschaftlichen Miteinanders durch Mitfahrbänkli und die Schaffung eines
Rufbusses.
Im Sommer 2020 sind Dorfrundgänge angedacht, die konkrete Hinweise geben
sollen, über Gelungenes und Verbesserungsmöglichkeiten für die Mobilitätssicherheit
der älteren Bevölkerung im öffentlichen Raum.
Ende Januar 2020 wird ein Netzwerktreffen der Organisationen im Altersbereich das
Schwerpunktthema „Wohnen und Mobilität“ ebenfalls aufnehmen.

Wir danken allen, die im 2019 mitgeholfen haben, dass „gut älter werden“ in unseren drei Gemeinden möglich ist.


Grossaffoltern, Dezember 2019


Gabi Pfeiffer
Altersbeauftragte